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Hit by Google Panda-Update – Was tun?

Seit Freitag ist das Panda-Update von Google nun auch in Deutschland angekommen. Die SEO-Tool-Anbieter Sistrix, Searchmetrics und SEOlytics haben bereits über die positiven und negativen Entwicklungen einiger Websites gebloggt. Grundlage sind hier die erhobenen Rankingergebnisse vor und nach dem Panda-Update. Daraus bilden die Anbieter einen Wert, der die Perfomance einer Domain in der Google-Suche abbildet.

Unter den Verlieren waren einige Websites, die ich auch selbst als potenzielle Kandidaten gesehen habe, aber auch einige Überraschungen. Viel wichtiger ist aber, was man als betroffener Website-Betreiber nun vornehmen kann, um wieder besser dazustehen.

  1. Verstehen, was passiert ist.
  2. Google-Blogpost lesen zur Qualität von Websites.
  3. Gegenmaßnahmen ergreifen.
  4. Eventuell sogar das eigene Business-Modell überdenken

Mir ist aufgefallen, dass viele Gesundheitsseiten betroffen sind, z.B. onmeda.de, netdoktor.de oder medizinfo.de. Alle großen Portale im Bereich Gesundheit gehören zu den Verlieren. Wieso das? Andere Qualitätsjournalismus-Seiten verlieren nicht. Tendenziell handelt es sich um gute Inhalte, auch die Werbeeinblendungen sind nicht überzogen. Der Nutzer sollte eigentlich zufrieden gestellt sein.

Sichtbarkeitsentwicklung (Sistrix)

Sichtbarkeitsentwicklung (Quelle: Sistrix Toolbox)

Also geht es an die Analyse. Ich empfehle dazu das eigene Web-Analytics-System, eines der großen SEO-Tools und den eigenen Verstand zu nutzen.

  • Im Web-Analytics Tool nachschauen, welche Seitenbereiche weniger SEO-Traffic bekommen. Meist ist ein bestimmter Seitentyp betroffen, der weniger Visits über Google bekommt. Hier lohnt es sich, wenn jede URL einem Content-Typ zugewiesen wurde, evtl. kann man aber auch mittels der URL-Struktur Rückschlüsse auf Seitentypen ziehen.
  • Welche Webseiten weisen besonders hohe Bounce-Rates auf? Die Abbruchquote soll eines der Hauptkriterien im Panda-Update sein.
  • Negative Ranking-Entwicklungen anschauen: Sind bestimmte Keywords einer Kategorie zuzuordnen? Im Beispiel von onmeda.de führen z.B. viele dieser Keywords auf das Foren-Angebot. Hier muss wohl Hand angelegt werden.
  • Entwicklung von Subdomains anschauen: Welche Subdomains sind am meisten betroffen?
  • Das Klicken auf die eigenen Suchergebnisse, die herabgestuft wurden, hilft meist. Ein objektiver und kritischer Blick auf das erscheinende Ergebnis bringt es ans Tageslicht. Wären Sie als Suchender damit zufrieden? In den meisten Fällen gibt es hier ein “Nein”. Warum sollte Google also diese Seite höher ranken?
  • Vergleichen Sie die eigene Website mit denen, die sich in ihrem thematischen Umfeld befinden und nicht vom Panda-Update betroffen sind. Gibt es Unterschiede, z.B. in der Platzierung von Werbung?

Damit kann die Arbeit also losgehen. Mit den richtigen Schritten, wird es sicher auch bald wieder vorwärts gehen in der SEO-Entwicklung. Google wird alles tun, um die Suchenden zufrieden zu stellen und dadurch weiterhin hohe Einnahmen zu erzielen. Um dann so schöne Firmen wie Motorola aufkaufen zu können

Welche Tipps gibt es noch für Panda-Geschädigte?

Hier noch ein paar weitere Artikel zum Panda-Update:

3 Kommentare

  1. Dieses Update ist einer der vielen Nebelbomben von Google. Portale die abgestuft wurden in den Serps, sind ´von anderen ersetzt worden.

  2. Ich würde das “Panda Update” Informationsarchitektur-Update nennen. Seiten die gut strukturiert sind und verschiedene Inhaltstypen sowohl physisch (Verzeichnisse / Hosts) als auch logisch (Link/Navigationsstruktur) trennen, tun sich mit dem Update wesentlich einfacher als die, die in den vergangenen Jahren unter ihren guten Content Ramsch gemischt haben, um vom “Standing” der Domain zu profitieren.

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